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Das Diepholzer Schloss

Adresse

Lange Straße 32
49356 Diepholz

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Das Schloss im Frühling

Das Schloss im Frühling

Das Schloss wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut - als Wasserschloss mit einem quadratischen Grundriss und vier Gebäudeflügeln. Der monumentale 16,50 Meter hohe Turmsockel aus Granitquadern geht in seinem Fundament auf die erste Bauzeit 980 - 1030 zurück. Darüber erhebt sich ein zwölfseitiges Backsteingeschoss mit überdachtem Rand. Dies trägt einen ebenso gestalteten, aber eingezogenen Fachwerkaufsatz, der gekrönt wird von einer ausgeschweiften zwölfeckigen schiefergedeckten Haube mit zierlichen Erkern.

Um 1550 ließ Edelherr Rudolf das Schloss völlig umbauen, bevor er mit der Gräfin Margarete von Hoya einzog. Ein damals über der Nordtür des Schlosses eingefügter Steinfries zeigt die Wappen der beiden Geschlechter von Diepholz und Hoya. Während des Dreißigjährigen Krieges bewährte das Wasserschloss sich mehrfach als Schutz- und Trutzburg. Trotzdem wurde es 1626 von dänischen Truppen in Brand gesetzt und 1637 von schwedischen Soldaten bis auf die Grundmauern zerstört.

Herzog Christian Ludwig von Lüneburg-Celle ließ das Schloss um 1660 wiederherstellen. Leider brannten 1790 der Südflügel und Teile des Westflügels ab. Der Schlossturm, so wie Sie ihn heute sehen, entspricht allerdings dem Neuaufbau von 1660. Die Nebengebäude erhielten um 1837 und 1877 ihr heutiges Aussehen.

Bis 1723 beherbergte das Schloss die Landdrosten, später die Amtmänner und andere herrschaftliche Beamte. Außerdem diente es den Herzögen und Kurfürsten von Celle und Hannover als Jagdschloss. 1852 wurde im Schloss ein Amtsgericht installiert, das noch heute hier seinen Platz hat. Von 1885 bis 1994 war im alten Rittersaal des Westflügels ebenfalls das Landratsamt untergebracht.

Im "Museum im Schlossturm" werden auf 7 Etagen Exponate aus der Diepholzer Stadtgeschichte und Arbeitswelt gezeigt. Aus dem Schlossturm bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Region.

Hinweis: Das Museum ist im Moment geschlossen!

Am Weg rund ums Diepholzer Schloss stehen 36 Holzsäulen. In den Schaukästen der 2,80 Meter hohen Stelen geht es um den Ursprung des Namens "Diepholz", um die Verleihung der Stadtrechte , der Hexenprozesse des 17. Jahrhunderts, um Judenverfolgung, um Zuwanderung, Industrialisierung, Bohlenwege, Torfabbau und natürlich die Diepholzer Gans. Weitere Infos über den Stelenpfad finden Sie hier.

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